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Depression

Definition

Die Depression gehört weltweit zu den am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen, die jeden treffen kann. Depressive Zustände kommen in jedem Lebensalter vor, wobei Frauen etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Eine schnelle Diagnose ist für den Therapieerfolg sehr wichtig, wird aber oftmals aufgrund des vielschichtigen Erscheinungsbildes erschwert.

Symptome

Charakteristisch sind Hoffnungslosigkeit, gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, häufig verbunden mit quälender innerer Unruhe und Schlafstörungen. Meist ziehen sich die Symptome über einen sehr langen Zeitraum. Auch körperliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Libido Verlust, Appetitlosigkeit oder Schmerzen können erste Anzeichen sein. Betroffene wirken erschöpft, klagen über Konzentrationsstörungen und beschreiben einen Zustand der inneren Leere. Tätigkeiten, die früher gerne durchgeführt wurden, machen nun keine Freude mehr. Gepaart mit ständiger Grübelei und Selbstzweifel schwindet nach und nach das Selbstwertgefühl. Damit einher geht eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte. Je nach Schwere der Depression ist auch die Suizidneigung ein großes Problem.


Ursachen

Die genauen Ursachen, die zu einer Depression führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Man weiß jedoch, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt. Dies bedeutet, dass die Konzentration der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Vergleich zu Gesunden niedriger ist. Mögliche Faktoren, die zum Auftreten einer Depression führen können, sind genetische Veranlagung, seelische Traumata, gesellschaftliche Umstände, hormonelle Umstellungen (Bsp. Schwangerschaft, Wechseljahre) und chronischer Stress sowie Mangel an Tageslicht. Besonders chronischer Stress führt zur andauernden Stimulation und Ausschüttung von Cortisol, welches sich negativ auf die Verfügbarkeit der Neurotransmitter auswirkt.


Therapieansätze

Eine ausgewogene und mikronährstoffreiche Vollwerternährung mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln sowie körperlicher Aktivität zählen du den Hauptsäulen der Therapie. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der gezielte Einsatz bestimmter Nährstoffe und Aminosäuren, um vorhandene Defizite auszugleichen. Depressive Patienten haben häufig einen niedrigen Vitamin B12 sowie Folsäure Spiegel. Beide Vitamine besitzen eine zentrale Rolle bei der Synthese der Neurotransmitter. Zur Unterstützung einer optimalen Therapie können wichtige Laborparameter der Hormone,Vitamin D3, Eisen und Schilddrüse herangezogen werden.Nicht zuletzt bleibt die Therapie mit Antidepressiva, also stimmungsaufhellenden Medikamenten, wobei die Wirkung etwas zeitverzögert eintritt. Der Erfolg einer antidepressiven Therapie kann durch die zusätzliche Gabe von Nährstoffen signifikant verbessert werden.