Die Hamamelispflanze - oder auch virginische Zaubernuss genannt - kommt als Sträucher oder kleine Bäume vor und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Im Sommer trägt die Zaubernuss grüne, ledrige Blätter mit gezacktem Rand und im späten Herbst und Winter blüht die Pflanze mit ihren typischen gelben, puscheligen Blüten, die seitlich an den Ästen sitzen.
Es gibt mehrere Hamamelis Arten, aber nur die Hamamelis virginiana, die virginische Zaubernuss, wird als Heilpflanze verwendet. Zu den Hauptinhaltsstoffen zählen die Gerbstoffe, welche adstringierend (zusammenziehend) und antiphlogistisch (entzündungshemmend) wirken. Volksmedizinisch wird Hamamelis bei leichten Entzündungen im Mund und Rachenbereich als Gurgellösung oder bei unspezifischen Durchfallerkrankungen als Tee angewendet. Die Hauptanwendungsgebiete sind bei leichten Hautverletzungen wie Schürfwunden, lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhaut und auch bei Hämorrhoiden und Krampfandern. Hamamelis wird häufig in Salben zur Hauptpflege bei verletzter oder wunder Haut verwendet.
Auch die Einnahme von Hamamelis in Kapselform kann unterstützend bei schweren Beinen, Krampfadern und Hämorrhoiden wohltuend wirken. Hamamelis wirkt gefäßabdichtend und stabilisiert die Blutgefäße und kann dadurch unterstützend bei Venenschwäche und Hämorrhoiden eingesetzt werden.











