Folsäure, früher auch Vitamin B9 genannt, leitet sich aus dem lateinischen Wort „Folium“ für Blatt ab, da es vorwiegend in grünem Blattgemüse vorhanden ist. Gute Folsäurequellen sind Brokkoli, Grünkohl, Feldsalat, oder auch Hülsenfrüchte, Weizenkeime und Hefe. Tierische Folsäurequellen sind Kalbs- und Geflügelleber, sowie Eidotter.
Wie gut die Folsäure in den Nahrungsmitteln für den Körper verfügbar ist, hängt von verschieden Faktoren ab, aber rund die Hälfte der aufgenommenen Folsäure aus der Nahrung ist für den Körper verwertbar.
Folsäure ist sehr hitzeempfindlich - werden Speisen zu lange gekocht oder mehrmals aufgewärmt - sinkt der Folsäuregehalt der Mahlzeit. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf den Folsäurespiegel im Körper aus.
Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Gerade für die Zellteilung ist Folsäure besonders wichtig, sie trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei. Ein Folsäuremangel in der Schwangerschaft kann sich negativ auf die embryonale Entwicklung auswirken. Besonders bei Frauen im gebärfähigen Alter mit Kinderwunsch ist auf eine ausreichende Folsäurezufuhr zu achten, da sich das Neuralrohr (Spina bifida) bereits in der 3. oder 4. Schwangerschaftswoche schließt, wo die wenigsten Frauen bereits von ihrer Schwangerschaft wissen.
Erhöhte Homocysteinwerte, welche ein Risiko für Arteriosklerose und Schlaganfall darstellen können, gehen meist Hand in Hand mit einer Unterversorgung von Folsäure. Ein guter Folsäurespiegel im Blut trägt zur normalen Blutbildung und zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel bei.
Da Folsäure eine Funktion bei der Zellteilung hat, macht sich ein Mangel zuerst bei den schnellteilenden und blutbildenden Zellen bemerkbar. Nach längerer Zeit treten unspezifische Anzeichen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und schlecht heilende Wunden auf.
Am Besten nimmt man Folsäurepräparate zwischen den Mahlzeiten ein.











